Das Philharmonische Orchester Bremerhaven erhält eine Förderung des Programmes "Exzellente Orchesterlandschaft Deutschland" der Bundesstaatsministerin für Kultur und Medien.

Bremerhaven ist geprägt von tiefgreifendem Strukturwandel in den letzten Jahrzehnten, der die Sozialstruktur der Bevölkerung gravierend beeinflusst: Die Stadt leidet unter einer der bundesweit höchsten Arbeitslosigkeitsquoten und belegt in puncto Überschuldung und Kinderarmut im Ranking bundesdeutscher Großstädte regelmäßig untere und letzte Plätze.
Dies und der äußerst hohe Anteil von Bürgerinnen und Bürgern mit Migrationshintergrund führen dazu, dass musikalische Bildung bei einem hohen Prozentsatz von Kindern und Jugendlichen unterentwickelt ist und sich Musikvermittlung problematisch gestaltet, da Voraussetzung sowohl der niedrigschwellige Zugang, als auch die sinnvolle Ansprache eines kulturell äußerst heterogenen Adressatenkreises ist.
Aus diesem Grund möchte das Philharmonische Orchester Bremerhaven sein bestehendes Education-Programm „Phiharmonie“ ausbauen, um weitere Module erweitern und mit Hilfe neuer Formate und einem Partnerschulen-Programm einen Schwerpunkt bei der Erarbeitung partizipativ geprägter und interkulturell orientierter Veranstaltungen setzen.
Da alle Bildungsangebote des Orchesters von Musikerinnen und Musikern des Orchesters und dessen Leitern entwickelt wurden und werden, fehlt eine pädagogisch geschulte Fachkraft, die neue Formate in Übereinstimmung mit modernen pädagogischen Ansätzen entwickelt, organisatorisch die Fäden zusammenführt und dauerhaft Kontakt zu Bildungseinrichtungen, Partnern und Teilnehmern hält, die Durchführung teilweise übernimmt und das „Marketing“ eines solchen Programmes gestaltet.
Diese Aufgaben sind nur von einer/m ausgebildeten Musikvermittler/in zu leisten, deren/dessen Einsatz nun durch die Bundesförderung für den Zeitraum von drei Jahren ermöglicht wird.

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