PRESSE

James Reynolds "Tucholskys Spiegel", Kammerakademie Potsdam, Kammeroper Schloss Rheinsberg
Hans Ackermann, Tagesspiegel, 22.07.17

Große Intervallsprünge, enorme Tonumfänge, hohe Dynamik – der in Kalifornien geborene, in Berlin lebende Komponist verlangt den Musikern einiges ab. Schenkt ihnen dafür aber auch wunderbare, mehrtaktige Vokalisen für die „Melan-cho-lie“ oder die „Lie-be“. Und die Kammerakademie Potsdam stellt ihre Vielseitigkeit unter Leitung des Dirigenten Marc Niemann auch als Jazzcombo unter Beweis.

Irene Constantin, Neues Deutschland, 28.07.17

...Es musiziert ein Orchester, über dessen Meriten in der Alten Musik nicht mehr geredet werden muss, das aber hörbar auch andere Qualitäten hat: Die Kammerakademie Potsdam. Perfekt alle Instrumentalisten und genauso perfekt, vor allem auch als Anwalt der Sänger, Marc Niemann am Pult.

Antje Rößler, Märkische Allgemeine Zeitung, 23.07.2017

Der surreal anmutende Reigen authentischer und erfundener Szenen wird untermalt von einer kon­trastreichen musikalischen Collage. Komponist James Reynolds schlägt einen Bogen von psychedelischen Soundmalereien zum Koloraturgesang, von zeitgenössischer Oper zum Musical, von Mouth Percussion bis zu den schwungvollen Revue-Tänzen der Zwanziger, dargeboten von einer optisch schrägen Jazzcombo mit Sonnenbrillen und Hawaii-Westen. Die Kammerakademie Potsdam unter Marc Niemann meistert diese Bandbreite souverän.

Dimitri Schostakowitsch, Sinfonie Nr.5, Philharmonisches Orchester Bremerhaven
Sebastian Loskant, Nordsee-Zeitung, 11.05.17

Denn das Orchester, vielfach solistisch gefordert, spielte unter Niemann mit einer hinreißenden Prägnanz und Klarheit, die keine Wünsche offenließen. Wunderbar auch die Momente des inneren Friedens und Widerstands im Largo, dieses "Die Gedanken sind frei"-Gefühl. [...] Für die Intensität Ihrer Darbietung durften sich Orchester und Dirigent feiern lassen. Dieses Konzerterlebnis, dem die trockene Akustik im großen Haus zugute kam, ging unter die Haut. Schade, dass Niemann nur seinen Beethoven auf CD bannt. Sein Schostakowitsch wäre ebenso schallplattenreif.

Giuseppe Verdi "Un ballo in maschera", Stadttheater Bremerhaven
Karin Hiller, Foyer, 5/2017

[...] gewinnt die Inszenierung immer mehr an Intensität. Auch Dank des präzise und sensibel aufspielenden Orchesters unter Marc Niemann und des lebendig agierenden Opernchores eine musikalisch und szenisch gelungene und vom Premierenpublikum bejubelte Produktion.

Wolfgang Denker, Der Opernfreund.de, 01.05.17

Marc Niemann und das Philharmonische Orchester geben diesem ungewöhnlichen Regiekonzept eine spannende Wiedergabe an die Seite. Er setzt die düstere Welt der Ulrica mit wuchtigen Orchesterschlägen ebenso überzeugend in Klang um, wie das leidenschaftliche Liebesduett oder die markanten Szenen der Verschwörer - eine durchweg spannende Wiedergabe, die der Leidenschaftlichkeit und dem Impetus der Musik nichts schuldig bleibt.

Ludwig van Beethoven, Sinfonie Nr.3 „Eroica“, Philharmonisches Orchester Bremerhaven
Sebastian Loskant, Nordsee-Zeitung, 18.1.17

Alles an der „Eroica“ ist unklassisch anders […] Niemann schien die rhythmische Nervosität aus dem Schlagzeug-Spektakel aufzugreifen und gestaltete in gespannter Weitbogigkeit ein Stück, dessen Neuartigkeit sich über 200 Jahre Distanz erneut mitteilt. Besonders deutlich wurde, wie stark Beethoven die Bläserfarben immerwieder in den Vordergrung rückt. […] Die Elbphilharmonie mag der schönere Raum sein, in puncto Aufbruchsstimmung, bei Durchschlagskraft, Ernsthaftigkeit und Raffinesse des Musizierens, müssen sich die Bremerhavener nicht verstecken. Bravo!

Manfred Gurlitt „Wozzeck“, Stadttheater Bremerhaven
Wolfgang Denker, Der Opernfreund, 14.03.16

Für Marc Niemann am Pult des Philharmonischen Orchesters muss die Realisation dieser Oper ein Herzensbedürfnis gewesen sein: So sorgfältig und klanglich abgestuft, wie das Orchester die Feinheiten der Partitur umsetzte, blieb kein Wusch offen. Besonders die erschütternde Schlussmusik hinterließ einen tiefen Eindruck.

Jean-Philippe Rameau „Platée“, Stadttheater Bremerhaven
Wolfgang Denker, Weser Kurier, 26.12.2015

Marc Niemann und dem Philharmonisches Orchester Bremerhaven gelingt eine Wiedergabe auf höchstem Niveau, die dem tänzerischen Impetus der Musik und dem barocken Klangbild in jedem Moment gerecht wird.

CD Besprechung (Ludwig van Beethoven Sinfonien Nr.1 und Nr.5)
Sebastian Loskant, Nordsee-Zeitung, 21.11.2016

Zum einen klingen die Mitschnitte aus den Sinfoniekonzerten von Juli und September fantastisch und kein bisschen nach Provinz […] zum anderen zeigt sich das Orchester der Mikrofon-Nähe durchweg gewachsen: Es musiziert sich in vorzüglicher Form, agiert präzise, ohne steril zu wirken. Wie Beethoven in der ersten Sinfonie mit der klassischen Form experimentiert, um zuletzt seine Tonleiterrakete abzuschießen, wird in Niemanns vibrierender historisch informierter Interpretation ebenso deutlich wie die kühnen Neuerungen der 5. Sinfonie…“

Sandor Szokolay „Bluthochzeit“, Stadttheater Bremerhaven
Ute Schalz-Laurenze, Neue Musik Zeitung, 18.03.15

Vom ersten rhythmusgewaltigen Tableau an fasziniert diese Musik […] eigen in ihrem instrumentalen grell-traumhaften Kolorit und in permanenter Komplexität von geschichteten Rhythmen, eigen in der Verwendung von folkloristischen , aber auch archaischen Tönen. Niemann arbeitet das mit dem gut folgenden Orchester mitreißend aus. Man staunt nicht selten, dass sich diese orchesterale Dauerregung […] nicht erschöpft.

Jens Fischer, Die deutsche Bühne

„Die Gier brennt wie Feuer“, heißt es im Libretto[…]. Im musikalischen Sinn aber scheint dieser Satz von Beginn an das Motto des Abends zu sein: Hat das Orchester des Stadttheaters Bremerhaven sich jemals mit so gierigem Elan durch eine Partitur gearbeitet? Der neue GMD Marc Niemannpeitscht mit seinem klaren, nicht deutenden, sondern verdeutlichenden Dirigat die Musiker zu Höchstform und lässt Sandor Szokolays „Vernasz“ in einer scharfkantigen Wiedergabe von packender Intensität wiederaufleben. […] Was da aus dem Orchestergraben lodert, ist geradezu ein Kompendium Blutdruck steigernder Filmmusikeffekte.

Maurice Ravel „La valse“, Gustav Mahler, Sinfonie Nr.1, Philharmonisches Orchester Bremerhaven
Sebastian Loskant, Nordsee Zeitung, 08.10.14

Niemann achtet auf präzise Klangbalance im Ensemble, formt filigrane Details. Was muss da im Vorfeld gefeilt worden sein! Das dynamische Spektrum ist gerade im piano-Bereich genauestens gestaffelt, ein Fortissimo wirkt nicht gewaltsam. Trotzdem fehlt nie das Bewusstsein, dass jedes dieser Stücke ein böses Erwachen, einen Urknall in sich trägt.

George Bizet „Carmen“, Staatstheater Cottbus
Dr. Andreas Gerth, Operapoint, 04.12.13

Das Philharmonische Orchester des Staatstheaters Cottbus ist der unumstrittene Star des Abends. Bereits in der Ouvertüre verbreitet der Klangkörper unter Marc Niemann ein betörend verführerisches Feuer wuchtig dramatischer Gefühlswelten, wobei es ihm gelingt, akusitisch die ganze Aufführung hindurch die heiße Sonne Spaniens am Bühnenhorizont auflodern zu lassen.

Matthias Käther, Kulutrradio des rbb, 05.12.13

Exzellent an diesem Abend war auch das Philharmonische Orchester des Theaters unter Marc Niemann. So federleicht und atmosphärisch gespielt habe ich das Werk in letzter Zeit selten gehört.

Christoph Willibald Gluck „Orfeo ed Euridice“, Staatstheater Cottbus
Matthias Käther, Rbb Kulturradio, 18.02.13

Wieder einmal auf bestem Niveau der Chor und das Orchester des Cottbusser Theaters (Leitung: Marc Niemann) – ich staune immer wieder über deren ungeheure stilistische Wandlungsfähigkeit! Angesichts dieser feinen Schattierungen und barocken Filigranität ist es kaum glaublich, dass dieselben Leute noch vor wenigen Tagen durch Leo Falls Madame Pompadour tobten.

L. Fall „Madame Pompadour“, Staatstheater Cottbus
Matthias Käther, Rbb Kulturradio, 28.01.13

Und zu guter Letzt ist Marc Niemann am Pult der Cottbuser Staatsphilharmonie genau der Richtige, um Leo Falls pikante und wunderbar federnde Musik lebendig werden zu lassen.

Frederik Hanssen, Tagesspiegel, 01.02.13

Dass Dirigent Marc Niemann das Philharmonische Orchester Cottbus bei all dem wüsten Treiben stets ganz dezent im umbauten Graben agieren lässt, hat Hintersinn und Methode. So nämlich wird Falls feine Musik zur klugen Kupplerin, die mit sanfter Hand Paarungen anbahnt, günstige Stimmungskonstellationen schafft, um dann die Solisten ganz alleine glänzen zu lassen.

Ralph Vaughan Williams „Sinfonia antartica“ , Philharmonisches Orchester des Staatstheaters Cottbus
Irene Constantin, Lausitzer Rundschau, 14.01.13

Marc Niemanns Dirigat beeindruckte besonders in den Partien eisstarrender Ruhe und erhabener Aufgipfelung. Seine Interpretation betonte die Gnadenlosigkeit der von Vaughan Williams musikalisch so eindringlich illustrierten antarktischen Welt.

Johannes Brahms, Sinfonie Nr.1, Städtisches Orchester Bremerhaven
Das Orchester, 2/2013

Marc Niemann ließ das Orchester bei aller Gegenwart von abstrakter Arbeit atmend-singend musizieren. So erhielt auch der so hochkonzentrierte erste Satz seine ganz organisch fließende innere Bewegtheit, nichts steckte einem hier „quer“ in den Ohren. Der zweite Satz zeigte Strenge des Ausdrucks und romantisches Träumen zugleich. Mit Schumanns „Glückes genug“ wäre hier der dritte Satz zu überschreiben gewesen, Melos-Überschwang über drängenden Cello-Pizzikati. Das Finale war Beispiel dafür, wie spannend man Übergänge gestalten kann, wie man musikalische Erwartungen schürt und dann auch erfüllt. Und es steigerte noch einmal – und das ganz in Erfüllung Brahms’schen Komponierens – den Ton des sich verströmend-gelösten Musizierens

Sebastian Loskant, Nordseezeitung, 6.12.2012

[…] konzentrierte sich dann eh alle Aufmerksamkeit auf den Gast am Pult. Und dessen Dirigat ließ aufhorchen. Glaubten wir nicht alle, dieser „Brummer“ mit der insistierenden Pauke müsse schicksalsschwer knallen, dass alle Felle platzen? Niemann belehrte uns eines Besseren. Sein Brahms kam sehr flüssig, sehr geschmeidig daher und betonte wohltuend die sonnigen Seiten. Lange nicht mehr fand sich das städtische Orchester zu solch weiten Legato-Bögen verführt, konnte es so entspannt lossingen. Auch wenn Niemann das Fundament stets deutlich im Bass verortete, ging es nie grob oder dumpf zu.

Benjamin Britten „Sinfonia da requiem“, Brandenburger Symphoniker
Klaus Büstrin, MAZ, 16.04.2012

Das Unerbittliche, das Anklagende, niemals Rührselige dieser Musik hat Marc Niemann zu vermitteln gewußt. Die Eindringlichkeit, die Niemann forderte, beeindruckte. Der Partitur ist der Dirigent vom Staatstheater Cottbus nichts schuldig geblieben, auch nicht die dahinterstehende ausdrucksintensive Botschaft des überzeugten Pazifisten Britten. […] Niemann und die Brandenburger Symphoniker begleiteten ihn aufmerksam und ließen die wunderbaren Farbmischungen im Orchester leuchten. […] Mit einem zwinkernden Augenaufschlag behandelten Marc Niemann und die Symphoniker dieses Werk, das 1794 in London entstand. Leicht und behände wurde es gespielt, dem Militärischen eine Nase zeigend. Auch hierbei hörte man dankbar, dass Dirigent und Orchester ein gutes Gespann waren.

P. Glass „Der Fall des Hauses Usher“, Staatstheater Cottbus
Frank Dietschreit, Kulturradio des rbb, 16.04.2012

Unter der Leitung von Marc Niemann wird die Kammeroper für 12 Instrumente und fünf Solisten als schauerliches und symbolträchtiges Märchen intoniert. Niemann setzt auf starke Kontraste und spannungsgeladene Pausen. Er will Angst und Panik erzeugen, bei ihm haben sogar die minimalistischen Klangvariationen etwas Gruseliges.

Dmitri Schostakowitsch, Sinfonie Nr. 6, Philharmonisches Orchester des Staatstheaters Cottbus
Irene Constantin, Lausitzer Rundschau, 03.04.2012

In dem langen und langsamen Stück (Schostakowitsch 6. Sinfonie) hat es Marc Niemann verstanden, die Spannung zu halten und mit dem Orchester glanzvolle Farben zu kreieren. Im ersten der schnellen Sätze ließ Schostakowitsch sein immer wieder erschreckendes gellend fratzenhaftes Gelächter hören, im zweiten dagegen wirkliche Heiterkeit, gewürzt mit einem herrlich schrägen Violinsolo.

E. Humperdinck „Hänsel und Gretel“, Staatstheater Cottbus
Matthias Käther, Kulturradio des rbb, 05.12.2011

Exzellent an diesem Abend war auch das Philharmonische Orchester des Theaters unter Marc Niemann. So federleicht und atmosphärisch gespielt habe ich das Werk in letzter Zeit selten gehört.

Dr. Andreas Gerth, Operapoint, 04.12.2011

Marc Niemann läßt das Philharmonische Orchester des Staatstheaters Cottbus dazu einen wunderbar breiten Klangteppich weben, der mit dynamischen Tempowechseln, einem satten Vibrato und leuchtenden Tutti mitreißt.

Maurice Ohana, Gitarrenkonzert, Felix Mendelssohn Bartholdy, Sinfonie Nr.4, Rheinische Philharmonie Koblenz
Michael Schaust, Rhein-Zeitung, 14.06.11

Mit Gastdirigent Marc Niemann begibt sich das Orchester zunächst auf eine Brahms-Reise. Von einer einfachen Melodie im Zweivierteltakt hat sich der deutsche Komponist zu seinen Haydn-Variationen anregen lasse, acht an der Zahl, jede bekommt ihr ganz eigenes unverwechselbares Gepräge. Vor der Pause wartet eine große Herausforderung auf Orchester und Solist Goran Krivokapic. Das „Concerto: Trois graphiques pour guitar et orchestre“ von Maurice Ohana […] Ebenso präzise wisse die Philharmoniker ihre Parts zu erfüllen, schön schräg erklingt mitunter die Musik, von Gewittereinlagen bis zu zarten Melodiebögen. Furioses Tempo wechselt sich ab mit langsamem Schwingen.
Einen Kontrast dazu bildet die 4. Sinfonie von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Das Staatsorchester lässt die „italienische“ in ihrem hellen, leichten Werkcharakter erstrahlen. Da ist viel Pfiff, weniger Romantik, viel Power. Mit ihren Melodien und ihrem Temperament ein Abbild der italienischen Kultur. […] Großer Beifall für Dukic und seinen unaufdringlich, noblen Gitarrenton und die kongeniale Begleitung durch das Orchester unter Leitung von Marc Niemann.

Felix Mendelssohn Bartholdy, Violinkonzert, J. Brahms, Sinfonie Nr. 2, Philharmonisches Orchester des Staatstheaters Cottbus
Irene Constantin, Lausitzer Rundschau, 10.05.11

Mendelssohn Violinkonzert […] Dem zweiten Satz verlieh Dirigent Marc Niemann einen wiegend liedhaften Charakter gegenüber dem üblichen endlos versponnenen Adagio. Der rasante Schlusssatz war ein blitzendes und wisperndes Luftgebilde, ein Frühlingswind; echtester Mendelssohn. […] Brahms‘ Musik lebt aus sich selbst heraus, ohne bildnerisches oder literarisches Programm. Genau das macht Marc Niemann mit seiner Interpretationsweise deutlich. Er modelliert die einzelnen Stimmen, macht erlebbar, wie sie sich aufeinander beziehen, wie Themen sich entwickeln, hebt auch mal 2. Violinen und Bratschen hervor. Tragische heitere energische Aspekte bringt er vor allem aus denjenigen Stimmen heraus zum Klingen, die Brahms mit den jeweiligen Charakteristika betraut hat. […] punktet Marc Niemann als ein Partituren-Analysierer mit außerordentlicher Klangfantasie. Reichlich Beifall belohnte ihn dafür.

Pjotr Tschaikowsky „Eugen Onegin“, Theater Pforzheim
Ludwig Steinbach, Orpheus international, 11.02.08

Auch musikalisch kann man von einer Sternstunde sprechen. Dirigent Marc Niemann entfesselte mit dem hochkarätigen Orchester alle Leidenschaften. Das Seelenleben der Protagonisten wurde von ihm trefflich an die Oberfläche gebracht. Dabei verstand er es auch gut, Tschaikowskys „lyrische Szenen“ mit einem gehörigen Schuss Dramatik zu versehen.

Susanne Ihringer, Gmünder Tagespost, 01.03.08

Mitreißende Musik. Marc Niemann erzeugte mit seinem Orchester eine Musik, die die Zuhörer alle Höhen und Tiefen im Seelenleben der Protagonisten nachempfinden ließ.

Giacomo Puccini „La Bohème“, Theater Pforzheim
Wolfram Frey, Pforzheimer Zeitung, 10.11.07

Damit ist sie nahe bei Puccinis Ästethik. Dieser entspricht auch die musikalische Einstudierung durch Marc Niemann, dem ersten Kapellmeister des Theaters Pforzheim, der umsichtig und sicher durch die Partitur führt. Niemann vermeidet Mätzchen, die sich in die Aufführungstradition eingeschlichen haben. Seine Tempi sind fließend, ebenmäßig sein Duktus. Dezent und feinsinnig setzt er expressive Nuancen. Und er lässt das gut disponierte, vielfarbig und weit gespannt spielende städtische Orchester an den entsprechenden Stellen klanglich aufblühen. Auch musikalische eine „Bohème“ im Zeichen unaffektierter Schlichtheit und klarer Prägnanz im Ausdruck.

Ludwig Steinbach, Focus Musikszene, 1+2 2018

Am Pult schwelgte Marc Niemannmit einem blendend disponierten Orchester genüsslich in Puccinis berauschenden Orchesterklängen.

Ulrich Hartmann, Badische Neueste Nachrichten, 10.11.07

…zum Renner des goldtsädtischen Spielplans werden könnte, dies nicht zuletzt aus musikalischen Gründen. Schon die beiden packenden, den Auftakt des dritten Akts markierenden Forte-Schläge zeugen von der konzentrierten Präsenz des Städtischen Orchesters, das sich unter Führung des ersten Kapellmeisters Marc Niemann lustvoll der philharmonischen Schwärmerei dieser Musik hingab.

Sergej Prokofjew „Romeo und Julia“, Staatstheater Braunschweig
Andreas Berger, Braunschweiger Zeitung, 21.05.05

Das Publikum applaudierte begeistert. Auch Marc Niemann und dem Staatsorchester Braunschweig, das die Prokofjews farbenreiche Musik mit rhythmischer Verve umsetzte.

MEDIEN