VITA
Marc Niemann gilt als eine der derzeit vielseitigsten und spannendsten Dirigentenpersönlichkeiten. Durch seine Neugier auf selten gespieltes und zeitgenössisches Repertoire und dessen Kombination mit klassisch-romantischen Werken in kreativen Konzertprogrammen und -formaten hat er in den vergangenen Jahren sein unverwechselbares Profil entwickelt.
Als Generalmusikdirektor des Stadttheaters und des Philharmonischen Orchesters Bremerhaven legt er immer wieder Interpretationen vor, die sich durch die Balance sorgfältiger Detailarbeit einerseits und eines packenden, dramatischen Zugriffs andererseits auszeichnen. Weltweite Beachtung fand seine Idee, auf jedes Konzertprogramm das Werk einer Komponistin zu setzen und damit die erste „undogmatische Frauenquote“ im Konzertbetrieb einzuführen. Das Stadttheater Bremerhaven wurde nicht zuletzt wegen der Ausgrabung der Oper Bluthochzeit des ungarischen Komponisten Sándor Szokolay unter der musikalischen Leitung Marc Niemanns mit dem Theaterpreis des Bundes ausgezeichnet und das Philharmonische Orchester Bremerhaven durch die Aufnahme in das Förderprogramm Exzellente Orchesterlandschaft Deutschland der Bundesregierung aufgrund seiner Innovationskraft ausgezeichnet.
Marc Niemann wurde 2018 von der Zeitschrift Opernwelt für seine Interpretation von Gian Carlo Menottis The Consul als Dirigent des Jahres nominiert und war 2023 ebenfalls als Dirigent des Jahres für seine Weltersteinspielung der sechsten Sinfonie Emilie Mayers auf der Nominiertenliste des Opus Klassik. Diese Aufnahme, wurde als sinfonische Einspielung des Jahres sowohl für den Opus Klassik als auch für den ICM-Award 2022 nominiert. Die Diskografie Niemanns umfasst darüber hinaus zeitgenössische Werke, Filmmusik, die Kompletteinspielung aller Beethoven-Sinfonien und die Aufnahme von Werken des Schweizer Komponisten Hans Schaeuble.
Aufgrund seiner intensiven Beschäftigung mit Neuer Musik und zeitgenössischem Musiktheater, verbindet und verband ihn eine enge Zusammenarbeit mit Persönlichkeiten wie Detlev Glanert, Giorgio Battistelli, Prof. Siegfried Matthus, Mauro Montalbetti, Elena Kats-Chernin, Lera Auerbach, James Reynolds und Johann Kresnik. Er arbeitet weltweit mit führenden Solistinnen und Solisten wie Jan Lisiecki, Alban Gerhardt, Dietrich Henschel, Patrizia Ciofi, Jochen Kowalski, Matthias Kirschnereit, Tianwa Yang, Ragna Schirmer, Mari und Momo Kodama, Daniel Ottensamer, Antje Weithaas, Gabriel Schwabe, Christian Brückner, Benno Fürmann u.v.a.
Marc Niemann ist ein vielgefragter international tätiger Dirigent, der bereits am Pult zahlreicher Klangkörper wie u.a. des Jerusalem Symphony Orchestra, des Orchestra della Toscana Firenze, des Orchestra di Padova e del Veneto, der la filharmonie Firenze, der Sinfonietta Riga, der Berliner Sinfoniker, des Staatsorchesters Braunschweig, der Magdeburgischen Philharmonie, der Bielefelder Philharmoniker, der Rheinischen Philharmonie Koblenz, des Sinfonieorchesters Wuppertal, der Staatskapelle Schwerin, der Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz, der Neuen Philharmonie Westfalen, des Philharmonischen Orchesters Heidelberg, des Orchesters des Staatstheaters Cottbus, der Klassischen Philharmonie Bonn und der Kammerakademie Potsdam gestanden hat. Darüber hinaus gastiert er bei vielen renommierten Festivals wie dem Cantiere Internazionale d’Arte di Montepulciano, dessen direttore musicale er 2022 gewesen ist, dem Beethovenfest Bonn, dem Realtime Festival für zeitgenössische Musik Bremen und der Jerusalem Lyric Opera